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Chronik des Russland-Ukraine-Krieges

29.04.2022

Das Verhältnis der Ukraine zu Russland befindet sich in der Krise, seit sich pro-westliche Kräfte im Land durchgesetzt haben. Was Putin in der Ukraine will, war lange unklar. Die Lage eskalierte erstmals 2014 gewaltsam, als Russland die ukrainische Halbinsel Krim militärisch für sich beanspruchte. Die Nato hat ihre Partnerschaft mit der Ukraine seitdem verstärkt. Mit dem Angriff auf die gesamte Ukraine am 24. Februar 2022 hat Präsident Wolodimir Selenski den Ausnahmezustand erklärt. Das Land wird seither von russischen Soldaten attackiert. In mehreren ukrainischen Städten werden schwere Kämpfe ausgetragen.


EINE CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE RUND UM DEN RUSSLAND-UKRAINE-KRIEG

29. April
Das russische Militär setzt seine schweren Angriffe unter anderem auf das Stahlwerk in Mariupol fort, ein Lazarett wurde getroffen.

28. April
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski getroffen. Während seines Besuches gab es mehrere Explosionen in der Stadt.

Präsident Selenski wirft Russland "Erpressung" wegen des Gas-Lieferstopps für Polen und Bulgarien vor.

Russische Truppen haben offenbar Geländegewinne in der ukrainischen Donbass-Region erzielt. In der Moldauer Separatisten-Region Transnistrien wächst die Gefahr, in den Krieg in der Ukraine hineingezogen zu werden.

Energieversorger Uniper will seine Zahlungen für russisches Gas künftig an eine Bank in Russland überweisen.

27. April
Russland stellt erste Gaslieferungen in den Westen ab heute, 8 Uhr, ein. Polen und Bulgarien sollen kein Gas mehr erhalten. Laut Bundesnetzagentur sei die Gasversorgung in Deutschland aktuell gesichert.

UN-Generalsekretär Antonion Guterres warb in Moskau bei Russlands Präsident Wladimir Putin für ein Ende der Kämpfe - erfolglos. Bei einer Verteidigungsministerkonferenz westlicher Staaten in Ramstein versprachen die Teilnehmer weitere schwere Waffen für die Ukraine - auch Deutschland.

Die Kämpfe gingen in der Nacht weiter. Die Ukraine meldet, unter anderem ein russisches Munitionslager vernichtet zu haben.

26. April
Russland wird nach Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums vermutlich versuchen, stark abgesicherte Stellungen im Osten der Ukraine zu umzingeln. Selenski geht nicht von einem Erfolg für Russlands aus. Die pro-russische Region Transnistrien meldet Explosionen.

Die Ampel-Fraktionen wollen der Ukraine über einen sogenannten Ringtausch mit osteuropäischen Staaten schwere Waffen bereitstellen. Großbritannien hat ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine geschlossen.

21. April
Donnerstagnacht gab es Explosionen in Charkiw sowie Angriffe auf Regionen Dnipropetrowsk und Cherson. Ein Großteil der Region Luhansk ist unter russischer Kontrolle.

Im Kiewer Vorort Borodjanka sind zwei weitere Massengräber entdeckt worden.

Deutschland wird der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland nach den Worten von Außenministerin Annalena Baerbock auch mittel- und langfristig militärisch helfen.

20. April
Der ukrainische Generalstab hat von erfolglosen russischen Versuchen berichtet, die Städte Rubischne und Sjewjerodonezk im ostukrainischen Gebiet Luhansk zu stürmen.

Der ukrainische Kommandeur der verbliebenen Marineinfanteristen in der schwer umkämpften Hafenstadt Mariupol hat um eine Evakuierung in einen Drittstaat gebeten. Aus der südukrainischen Großstadt Mykolajiw ist erneut Beschuss gemeldet worden.

Die direkte Kommunikation zwischen dem stillgelegten Kernkraftwerk Tschernobyl und der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde ist wiederhergestellt.

19. April
Laut der Ukraine hat Russland eine großangelegte Offensive im Osten der Ukraine begonnen. Japan wird der Ukraine Schutzmasken und -kleidung gegen chemische Waffen zur Verfügung stellen.

US-Präsident Biden will am Dienstag mit Verbündeten sprechen. Der Bitte einer Reise in die Ukraine hat er jedoch eine Absage erteilt.

Bürgermeister Vitali Klitschko sieht weiterhin eine Gefahr russischer Angriffe auf die Hauptstadt Kiew.

14. April
Russlands Armee hat nach eigenen Angaben den Hafen der umkämpften ukrainischen Stadt Mariupol komplett unter ihre Kontrolle gebracht. Eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg scheint nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres derzeit nicht realistisch.

Selenski hat Polen, Lettland, Litauen und Estland nach einem Besuch ihrer Staatspräsidenten in Kiew für ihren Einsatz für die Ukraine gelobt.

Die US-Regierung kündigt weitere Militärhilfe in Höhe von 800 Millionen Dollar an, die EU wird weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung zur Verfügung stellen.

13. April
Mariupol ist nach Kiewer Angaben in der Nacht zum Mittwoch wohl erneut Ziel russischer Luftangriffe gewesen. Die Ukraine sieht für diesen Mittwoch keine Möglichkeit für Fluchtkorridore.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von einer Reise nach Kiew ausgeladen, stattdessen ist Kanzler Olaf Scholz eingeladen.

Der ukrainische Sicherheitsdienst hat den prorussischen Oppositionspolitiker Viktor Medwedtschuk festgenommen.

12. April
Kurz nach einer Drohung Russlands Chemiewaffen in Mariupol einzusetzen, hat das ukrainische Asow-Regiment von einem angeblichen Angriff mit Giftgas berichtet.

Aus den umkämpften Gebieten in der Ukraine sind etwa 4350 Zivilisten am Montag in Sicherheit gebracht worden.

Die ukrainischen Behörden in Charkiw warnen die Bevölkerung vor Landminen, die auf die nordöstliche Stadt abgeworfen worden seien.

Der russische Krieg gegen die Ukraine könnte die globale Wirtschaft nach einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bis zu 1,3 Prozentpunkte Wachstum kosten.

11. April
Russland droht, vor Gericht zu ziehen, sollten die Sanktionen des Westens eine Staatspleite zur Folge haben.

Finnland und Schweden sind laut einem Bericht der "Times" bereit, in die Nato einzutreten.

Der Machthaber Tschetscheniens droht mit weiteren Angriffen auf ukrainische Städte.

Die Weltbank rechnet damit, dass sich die Wirtschaftsleistung der Ukraine im laufenden Jahr fast halbieren wird.

7. April
Die USA verhängen als Reaktion auf die Gräueltaten in Butscha neue Sanktionen gegen Russland.

Die russischen Truppen setzen ihre Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine fort.

Im Osten der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben die Kleinstadt Losowa im Gebiet Charkiw von russischen Truppen mit Raketen beschossen worden.

5. April
Im Laufe des Tages sollte sich der UN-Sicherheitsrat mit anhaltenden Vorwürfen von Kriegsverbrechen russischer Soldaten beschäftigen. Dabei sollte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski zugeschaltet werden.

Die Europäische Union will offenbar alle Kohle-Importe aus Russland verbieten.

Deutschland weist 40 russische Diplomaten aus.

Die USA unterbinden russischen Zugriff auf Dollar-Reserven.

4. April
Die russischen Truppen haben nach Angaben der ukrainischen Regierung im Kiewer Vorort Butscha hunderte Zivilisten getötet.

Die nordukrainische Stadt Tschernihiw ist nach Angaben des dortigen Bürgermeisters inzwischen zu 70 Prozent zerstört.

Russische Truppen sollen damit begonnen haben, sich aus der ostukrainischen Region Sumy zurückzuziehen.

30. März
Wirtschaftsminister Habeck aktiviert wegen einer drohenden Verschlechterung der Versorgungslage die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas.

Selenski äußert sich zurückhaltend zu der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine.

Russlands Ankündigung, Truppen reduzieren zu wollen, stößt auf Skepsis. Kiew und die USA sehen eher eine Umgruppierung statt eines Abzugs.

Russland will bis Donnerstag die Bedingungen für die Zahlung von Gas- und Öllieferungen festgelegen.

29. März
Nach einer erneuten Verhandlungsrunde mit der Ukraine kündigte der stellvertretende russische Verteidigungsminister eine deutliche Reduktion der Militäraktivitäten rund um Kiew an.

Die ukrainische Regierung hat eigenen Angaben zufolge für Dienstag mit den russischen Truppen drei Fluchtkorridore für die Evakuierung von Zivilisten ausgehandelt.

Nach Ansicht britischer Geheimdienste ist die private russische Sicherheitsfirma "Wagner Gruppe" in den Osten der Ukraine verlegt worden. US-Präsident Joe Biden steht zu seiner Putin Bemerkung.

28. März
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind in der Ukraine nach Angaben aus Kiew mindestens 143 Kinder getötet und 216 verletzt worden. Der Bürgermeister von Mariupol ruft zur vollständigen Evakuierung der ukrainischen Hafenstadt auf.

Russland verlegt weiterhin zusätzliche Militäreinheiten an die ukrainische Grenze.

Die Ukraine dämpft Erwartungen an die neue Verhandlungsrunde mit Russland in der Türkei.

24. März
Die USA weiten ihre Russland-Sanktionen aus: Dutzende Rüstungskonzerne, 328 Duma-Abgeordnete sowie der Chef der Sberbank werden mit Strafmaßnahmen belegt.

Nach ukrainischen Angaben wurden die russischen Truppen bei der Hauptstadt Kiew am Vorrücken gehindert.

Westliche Staaten wollen Handel mit Gold aus Russland beschränken.

Selenski ruft zu weltweiten Anti-Kriegs-Demonstrationen auf.

23. März 2022
Die Vollversammlung der UN wird am Mittwoch über eine weitere Resolution beraten. Westliche Länder stellen die Mitgliedschaft Russlands in G20 in Frage.

Für die Region Luhansk ist nach Angaben des zuständigen Gouverneurs eine Feuerpause ab 09.00 Uhr Ortszeit (08.00 Uhr MEZ) vereinbart worden, im belagerten Cherson werden die Lebensmittel nach ukrainischen Angaben knapp.

Das russische Militär hat Militäranlagen im Umkreis der Stadt Riwne mit Raketen beschossen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sieht kleine Fortschritte in den Verhandlungen mit der Regierung in Moskau.

Die EU-Regierungen wollen offenbar künftig gemeinsam Gas und Öl in Drittstaaten einkaufen und planen einen Solidaritätsfonds für die Ukraine

22. März 2022
Unterhändler Russlands und der Ukraine haben am Montag erneut verhandelt ergebnislos.

Die EU will mit einer neuen militärischen Eingreiftruppe spätestens ab 2025 ihre Verteidigung stärken.

In Russland gelten die Plattformen Facebook und Instagram von nun an als "extremistisch".

Die EU-Regierungen wollen offenbar künftig gemeinsam Gas und Öl in Drittstaaten einkaufen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

21. März 2022
Der Vormarsch der von Nordosten auf Kiew vorrückenden russischen Truppen stockt nach britischen Angaben weiter.

Die ukrainische Führung hat ein vom russischen Militär gestelltes Ultimatum an die Verteidiger von Mariupol zur Kapitulation kategorisch abgelehnt.

Es soll Granatenangriffe auf Wohngebiete und Einkaufszonen in Kiew gegeben haben.

Russland hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen zweifach die äußert schnelle "Kinschal" Rakete eingesetzt.

In einem Chemiewerk in der Stadt Sumy in Nordosten der Ukraine ist am Montagmorgen aus noch unbekannter Ursache hochgiftiges Ammoniak ausgetreten.

20. März
Russland fordert die ukrainischen Streitkräfte in Mariupol auf, die Waffen niederzulegen.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat in einer Video-Botschaft an Israel Russland mit Nazi-Deutschland gleichgesetzt und dem Kreml einen Plan zur Auslöschung der Ukraine vorgeworfen.

Durch den Krieg in der Ukraine sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) bereits zehn Millionen Menschen vertrieben worden.

Mit der großen Solidaritätskundgebung "Sound of Peace" vor dem Brandenburger Tor haben Kulturschaffende am Sonntag ihre Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine demonstriert.

19. März 2022
Russland feuert einem Agenturbericht zufolge von Schiffen im Schwarzen und Kaspischen Meer Marschflugkörper auf die Ukraine ab.

Russisches Militär soll in der Hafenstadt Mariupol eine Kunstschule mit 400 Zivilisten bombardiert haben.

Bei Demonstrationen in Russland wurden rund 900 Menschen festgenommen.

18. März 2022
Im westukrainischen Lwiw (Lemberg) wurde durch russische Raketen offenbar ein Werk für Flugzeugwartungen zerstört. Die Kämpfe um Kiew und Tschernihiw gehen weiter.

Die russische Agentur Interfax meldet, dass Moskau eine Flugverbotszone über die Donbass-Region verhängen wird.

Generalsekretär Stoltenberg schließt aus, dass sich die Nato aktiv in den Krieg einschaltet.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben eines Regierungssprechers zu einem möglichst schnellen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert.

17. März 2022
Russland und die Ukraine machen der "Financial Times" zufolge signifikante Fortschritte bei den Verhandlungen, die Rede ist von einem vorläufigen 15-Punkte-Plan.

Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski warnt vor Hoffnungen auf eine baldige Friedenslösung im Krieg mit Russland.

Der ukrainische Präsident Selenski hat Deutschland per Videoschalte im Deutschen Bundestag aufgefordert, den Krieg in seinem Land zu beenden.

Die USA stellen der Ukraine weitere militärische Hilfe zur Verfügung.

16. März 2022
Russland und die Ukraine machen der "Financial Times" zufolge signifikante Fortschritte bei den Verhandlungen, die Rede ist von einem vorläufigen 15-Punkte-Plan.

Der ukrainische Unterhändler und Präsidentenberater Mychajlo Podoljak sagte dem US-Sender PBS, derzeit würden Dokumente ausgearbeitet, die Selenski und Putin vereinbaren und unterschreiben könnten.

Der Europarat hat Russland wegen des Kriegs in der Ukraine ausgeschlossen.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat angeordnet, dass Russland sofort die militärische Gewalt in der Ukraine beenden muss. Damit gibt er einer Klage der Ukraine gegen Russland statt.

15. März 2022
Die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien wollen heute zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenski nach Kiew reisen.

In Kiew gab es am frühen Morgen offenbar an mehreren Orten schwere Explosionen.

Der Vormarsch russischer Truppen stockt offenbar. Gleichzeitig kündigt Russland mehr Angriffe auf ukrainische Stadtzentren an.

In der Ukraine haben nach Angaben aus Kiew am Montag nur sieben der zehn geplanten Fluchtkorridore aus besonders umkämpften Städten und Dörfern funktioniert.

Nach Ansicht des ukrainischen Präsidentenberaters Olexii Arestowitsch könnte der Krieg noch bis Mai andauern.

14. März 2022
Unterhändler Russlands und der Ukraine wollen nach mehreren gescheiterten Anläufen zur Vereinbarung einer Waffenruhe am Montag eine neue Gesprächsrunde abhalten.

Die Bundesregierung will die Luftwaffe in einem milliardenschweren Modernisierungsprogramm mit F-35-Tarnkappenjets ausrüsten.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereiten russische Truppen im Land mehrere Offensiven vor.

Bei einem russischen Luftangriff bei Lwiw im Westen der Ukraine sterben mindestens 35 Menschen.

In der Südukraine ist nach Behördenangaben ein weiterer Bürgermeister verschleppt worden.

Eine Kriegsgegnerin hat zu einer Unterbrechung der Hauptnachrichtensendung des staatlichen russischen Fernsehsenders Kanal 1 geführt.

13. März 2022
Trotz des Kriegs in der Ukraine erfüllt der russische Energiekonzern Gazprom nach eigenen Angaben seine Verträge über Gaslieferungen durch das Nachbarland nach Europa.

Bei neuen Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern landesweit mehr als 600 Menschen festgenommen worden.

In der Südukraine ist nach Behördenangaben erneut ein Bürgermeister von russischen Truppen verschleppt worden.

Ukrainischen Angaben zufolge soll ein US-Journalist in der Ukraine getötet und ein weiterer verletzt worden sein.

Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist ukrainischen Angaben zufolge wieder vollständig an die Stromversorgung angeschlossen.

12. März 2022
Die Bundesregierung hat Gespräche mit der Regierung von Katar über Energiefragen geführt.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind nach Angaben aus Kiew mindestens 79 Kinder getötet und mehr als 100 verletzt worden.

Die prorussischen Separatisten setzen mit Unterstützung russischer Truppen ihren Vormarsch in der eingeschlossenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol nach Angaben aus Kiew fort.

Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will Deutschland bis zum Herbst unabhängig von russischer Kohle und Jahresende weitgehend unabhängig von russischem Öl machen

11. März 2022
Die russischen Streitkräfte setzen ihre Offensive auf Kiew von Nordwesten und Osten her fort. Charkiw steht nach Angaben des Bürgermeisters unter ständigem Beschuss. Aus Dnipro wurden Luftangriffe gemeldet.

Nach einem Treffen mit Belarus-Präsident Alexander Lukaschenko sprach Wladimir Putin von positiven Veränderungen bei den Gesprächen mit Kiew.

Russland fordert die Zusammenkunft des UN-Sicherheitsrats, wegen der angeblichen Herstellung von Biowaffen durch die Ukraine. Internationale Faktenchecker haben dieser Darstellung widersprochen.

Altkanzler Gerhard Schröder ist überraschend nach Moskau gereist, um Wladimir Putin zu treffen. Die deutsche Politik reagiert auf Schröders Besuch bei Putin mit Skepsis, Lob und Kritik.

US-Präsident Joe Biden erwägt einem Bericht zufolge, die normalen Handelsbeziehungen zu Russland zu beenden.

Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock verliert 17 Milliarden Dollar durch die Russland-Sanktionen.

10. März 2022
In Antalya verhandelten Russlands Außenminister, Sergej Lawrow, und sein ukrainischer Kollege Dmitro Kuleba über den Ukraine-Krieg.

Russland weist den Vorwurf der Ukraine zurück, seine Truppen hätten ein Kinderkrankenhaus in Mariupol bombardiert.

In der Ukraine ist Zivilisten der Gebrauch von Waffen zur Abwehr des russischen Angriffs erlaubt worden.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko schickt Experten zum ukrainischen AKW Tschernobyl, um dessen Stromversorgung sicherzustellen. Das meldete die belarussische Nachrichtenagentur Belta.

9. März 2022
Tausende verlassen die offenbar umkämpfte Stadt Sumy durch Fluchtkorridore.

Die Ukraine berichtet über Tote und Verletzte bei Luftangriffen.

Die USA und Großbritannien stoppen die Einfuhr von Öl aus Russland.

Zahlreiche Firmen ziehen sich aus ihrem Russland-Geschäft zurück, darunter: Coca Cola, Pepsi, Starbucks, McDonalds und Universal Music.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind nach UN-Angaben aus der Ukraine geflohen.

Russland droht den westlich orientierten Staaten mit einer breit angelegten Reaktion auf ihre Sanktionen wegen des Einmarschs in die Ukraine.

Ratingagenturen, Investoren und Banken rechnen mit Staatsbankrott Russlands.

8. März 2022
Russland bietet nach Angaben seines UN-Botschafters eine erneute Feuerpause zur Öffnung humanitärer Korridore in der Ukraine an.

Russland droht offen mit einem Lieferstopp durch Nord Stream 1.

Ein drittes Treffen von Delegationen Russlands und der Ukraine in Belarus endete ergebnislos.

Das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist seit der Einnahme durch russische Einheiten zunehmend von der Außenwelt abgeschnitten.

Russland will zur Rettung von Zivilisten aus umkämpften Städten in der Ukraine erneut Fluchtkorridore schaffen.

7. März 2022
Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben den Beschuss ukrainischer Städte in der Mitte, dem Norden und dem Süden des Landes am späten Sonntagabend verstärkt.

Nach Angaben der ukrainischen Armee hat Russland begonnen, Ressourcen für den Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zusammenzuziehen.

Nach aktuellen Zahlen der UN-Flüchtlingshilfsorganisation sind 1,5 Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht.

Russland und Ukraine wollen zu einer dritten Verhandlungsrunde zusammenkommen.

Russland muss sich heute vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen in Den Haag wegen der Verletzung der Völkermord-Konvention von 1948 verantworten.

Der europäische Gaspreis steigt auf bis zu 350 Euro an.

6. März 2022
Die ukrainische Atomaufsicht meldet nach Angaben der Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) Kommunikationsprobleme mit den russischen Soldaten, die die Kontrolle über das Kernkraftwerk Schaporischschja übernommen haben.

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind mehr als 960.000 Menschen nach Polen geflohen.

Die Zahl der Festnahmen bei Protesten in Russland wächst laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass weiter.

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zufolge sind Hunderte russische Soldaten in Gefangenschaft seines Landes geraten.

5. März 2022
Mastercard und Visa setzen ihre Geschäfte in Russland aus.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett hat bei einem Überraschungsbesuch in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Krieg gesprochen.

Der russische Präsident Wladimir Putin übt scharfe Kritik an westlichen Sanktionen gegen sein Land.

In der Ukraine sollen nach Angaben eines Beraters des Innenministers für weitere Städte humanitäre Korridore eingerichtet werden.

Das Bundesinnenministerium rechnet einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge damit, dass bis zu 225.000 Menschen, die vor dem russischen Einmarsch in der Ukraine fliehen, in Deutschland Schutz suchen werden.

ARD und ZDF setzen die Berichterstattung aus ihren Moskauer Studios vorerst aus.

4. März 2022
Die Ratingagentur Moody's drückt ihre Bewertung für die Kreditwürdigkeit der Ukraine noch tiefer in den Ramsch-Bereich: Die Bonitätsnote werde um zwei Stufen von "B3" auf jetzt "Caa2" zurückgenommen.

Die G7-Staaten wollen nach Angaben des japanischen Außenministers Yoshimasa Hayashi weitere Sanktionen gegen Russland verhängen, wenn die Invasion in der Ukraine fortgesetzt wird.

Der inhaftierte Putin-Kritiker Alexej Nawalny ruft zu Protesten gegen den Krieg in der Ukraine am kommenden Sonntag in Russland sowie im Ausland auf.

Der UN-Menschenrechtsrat hat mit großer Mehrheit eine Untersuchungskommission bestellt, die Menschenrechtsverletzungen Russlands in der Ukraine untersuchen und dokumentieren soll.

Die Nato wird dem ukrainischen Wunsch nach Durchsetzung einer Flugverbotszone über der Ukraine nicht nachkommen.

3. März 2022
Seit Beginn des russischen Einmarsches sind laut Flüchtlingshilfswerk UNHCR eine Million Menschen in die Nachbarländer der Ukraine geflohen.

Die Weltbank stoppt sofort alle Programme in Russland und Belarus.

Weitere Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über eine Waffenruhe könnten gegen 13 Uhr (MEZ) beginnen.

Deutschland will weitere Waffen an die Ukraine liefern.

Die russischen Streitkräfte haben der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge beim Beschuss der ukrainischen Hauptstadt Kiew ein Radio- und Fernsehzentrum getroffen.

2. März 2022
Nach russischen Angaben hat die Armee mittlerweile die Stadt Cherson im Süden der Ukraine eingenommen.

Die russischen Truppen kommen der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko immer näher.

Russland zeigt sich nach Kremlangaben bereit für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit der Ukraine noch am Mittwoch.

Russische Streitkräfte haben nach staatlichen Angaben die südukrainische Stadt Cherson eingenommen.

Die UN stimmt mit einer überwältigenden Mehrheit für die Resolution gegen Russland.

1. März 2022
Ein russischer Konvoi aus Panzern und anderen militärischen Fahrzeugen von rund 64 Kilometern Länge bewegt sich auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zu.

Der Fernsehturm in Kiew wird offenbar von russischen Raketen getroffen.. Die Agentur Unian veröffentlichte ein Video, das eine dunkle Rauchwolke direkt neben dem Turm zeigt.

Belarussische Truppen sind nach Angaben des ukrainischen Parlaments in die Ukraine einmarschiert. Belarus bestreitet dies.

US-Präsident Biden betont in seiner Rede zur Lage der Nation die Einigkeit des Westens.

29. Februar 2022
Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) mindestens 136 Zivilisten getötet worden, darunter 13 Kinder.

Belarus habe keine Pläne, sich an der russischen Militäroperation in der Ukraine zu beteiligen, sagte Präsident Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge.

Das Europäische Parlament stuft Russland wegen der Invasion in der Ukraine als "Schurkenstaat" ein und fordert weitere Sanktionen gegen die Regierung in Moskau.

28. Februar 2022
Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bleiben ohne Durchbruch. Eine zweite Runde ist geplant.

Die russische Offensive gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew wird nach Angaben des ukrainischen Militärs fortgesetzt.

Belarus könnte sich nach US-Geheimdienstinformationen der Militärinvasion Russlands in die Ukraine anschließen.

Die Schweiz übernimmt die Sanktionen der EU vollumfänglich.

Der ukrainische Präsident Selenski unterzeichnet nach eigenen Angaben eine formelle Bitte um die Aufnahme seines Landes in die EU.

Die Türkei verbietet Kriegsschiffen, die Meerengen Bosporus und die Dardanellen zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer zu durchfahren.

27. Februar 2022
In der Ukraine gibt es schwere Kämpfe. Russische Truppen sind in die zweitgrößte Stadt Charkiw im Nordosten vorgedrungen.

Die Ukraine wirft den russischen Streitkräften vor, absichtlich zivile Infrastruktur zu zerstören - in der Nacht zu Sonntag explodierte in Charkiw eine Gasleitung und bei Kiew ein Öldepot. Zudem soll in Kiew ein Lager mit radioaktiven Abfällen getroffen worden sein.

Delegationen Russlands und der Ukraine sollen an der belarussisch-ukrainischen Grenze zu Friedensverhandlungen zusammenkommen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die die Atomstreitkräfte seines Landes in Bereitschaft versetzt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will die Verteidigungsausgaben massiv erhöhen und die Bundeswehr modernisieren. Dafür soll ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Die EU will die Ukraine erstmals mit Waffen und Ausrüstung im Wert von 500 Millionen Euro unterstützen inklusive Kampfjets.

EU-Kommissar Janez Lenarcic rechnet mit sieben Millionen Vertriebenen aus der Ukraine. EU-Kommisssionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht sich für einen EU-Beitritt der Ukraine aus.

Die internationale Hackergruppe Anonymous attackiert seit dem Überfall auf die Ukraine etliche russische Websites.

26. Februar 2022
Am Rand von Kiew, der ukrainischen Hauptstadt, ist es zu Auseinandersetzungen gekommen. Im Stadtzentrum ist Artilleriebeschuss und Kanonenfeuer zu hören. Das ukrainische Militär teilt mit, dass russische Soldaten einen Stützpunkt auf der Siegesstraße angegriffen haben. Die Siegesstraße ist eine der Hauptverkehrsadern in Kiew. Die Armee teilt über ihre Facebook-Seite mit, dass der Angriff zurückgeschlagen worden sei.

Wolodimir Selenski, der Präsident der Ukraine, hatte zuvor in einer Videobotschaft gesagt, er rechne mit einem russischen Angriff auf Kiew in der Nacht. "Das Schicksal der Ukraine entscheidet sich genau jetzt", sagte er. "Wir müssen alle verstehen, was auf uns wartet. Wir müssen diese Nacht durchhalten."

Von Nordwesten und Nordosten rücken russische Truppen auf Kiew vor. So soll es etwa 40 Kilometer von Kiew entfernt, bei dem Ort Wassylkiw, zu heftigen Kämpfen gekommen sein. In dem Ort befindet sich ein ukrainischer Luftwaffenstützpunkt, den russische Truppen anscheinend mit Fallschirmjägern erobern wollten.

25. Februar 2022
Die russische Armee verstärkt seine Angriffe auf die Ukraine. Sie beschießt jetzt auch die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen. Bodentruppen rücken in die Hauptstadt vor. Nach den USA hat auch die EU scharfe Sanktionen gegen Russland angekündigt.

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben sich darauf geeinigt, mehr Truppen nach Osteuropa zu verlegen. Wohin genau die Nato die schnelle Einsatztruppe NRF verlegt, ist bisher nicht bekannt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach lediglich von mehreren Tausend Soldaten, die auf dem Land, auf der See und in der Luft im Einsatz sein sollten.

Die EU-Finanzminister erwägen weitere Einschränkungen für das russische Finanzsystem. Die Debatte um das Swift-Zahlungssystem gilt als nicht abgeschlossen. Bundeskanzler Olaf Scholz verhindert bislang eine Swift-Sanktion gegen Russland.

Die EU hat zudem angekündigt, die persönlichen Vermögen von Putin und Lawrow einzufrieren.



24. FEBRUAR 2022 - RUSSISCHER ÜBERFALL AUF DIE UKRAINE

Wladimir Putin ordnet am frühen Donnerstagmorgen einen Militäreineinsatz in den Regionen Luhansk und Donezk offiziell an. Inzwischen sind russische Panzer sind in die Ukraine eingerückt.

Ukraines Präsident Wolodimir Selenski hat das Kriegsrecht über sein Land ausgerufen und sofortige Sanktionen des Westens gegen Russland gefordert. Er bittet um Verteidigungshilfe und ruft die Bevölkerung zu den Waffen.

Die Bundesregierung, die EU, die USA und andere westliche Länder verurteilen die Entscheidung scharf. Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich bei einem Krisengipfel am Donnerstagabend. Am Morgen kommen außerdem die Nato-Botschafter zu einem Treffen zusammen.

23. Februar 2022
Für die gesamte Ukraine ruft der Sicherheitsrat den Ausnahmezustand für zunächst 30 Tage aus.

Bundeskanzler Scholz stoppt die Zertifizierung für die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2.

22. Februar 2022
Das russische Parlament (Staatsduma) stimmt der Anerkennung Putins von Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten zu.

Die USA, die EU und Verbündete verhängen Sanktionen gegen Russland. Die Maßnahmen zielen etwa auf Banken, Geschäftsleute und Entscheidungsträger, die die Politik Putins mittragen. Der Präsident selbst ist nicht betroffen.

Deutschland legt die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 für unbestimmte Zeit auf Eis.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson verhängte Sanktionen gegen drei russische Milliardäre und russische Banken. Noch am Donnerstag will London neue Sanktionen schnüren.

21. Februar 2022
Putin erkennt die selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten an. Russische Soldaten sollen in die ostukrainischen Separatisten-Gebiete entsandt werden.

19. Februar 2022
Die Bundesregierung ruft alle Deutschen dringend dazu auf, die Ukraine zu verlassen. Andere Staaten schließen sich an.

16. Februar 2022
Die Nato-Verteidigungsminister billigen Vorbereitungen für eine Entsendung weiterer Kampftruppen ins östliche Bündnisgebiet.

Neben den bisherigen Verbänden in Estland, Litauen, Lettland und Polen könnten sie etwa in Ost- und Südosteuropa stationiert werden.

15. Februar 2022
Bundeskanzler Olaf Scholz droht während seines Treffens mit Putin in Moskau erneut mit weitreichenden Konsequenzen, sollte militärisch gegen die Ukraine vorgehen.

Die Duma fordert Putin auf, die ukrainischen Separatistengebiete als eigenständige "Volksrepubliken" anzuerkennen.


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29.04.2022, Jac Biermann


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