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Die Berliner Mauer ist gefallen

09.11.1989, München

Am Abend des 9. November verkündete Günter Schabowski, der Ost-Berliner Bezirkssekretär der Partei SED, in einer Pressekonferenz, dass ab sofort jeder Bürger der DDR die Möglichkeit habe, aus der DDR auszureisen. Diese Nachricht, die eigentlich erst am 10. November verkündet werden sollte, ging sofort um die Welt: "Die Mauer ist geöffnet". Ist das der Anfang vom Ende der DDR?

Am späten Nachmittag des 9. November 1989 begann in der Mohrenstraße 37/38 die Pressekonferenz - live übertragen im DDR-Fernsehen. Die SED-Führung wollte Gesetze ankündigen, um die anhaltende Massenflucht und die Proteste der Bürgerinnen und Bürger einzudämmen.

Eher beiläufig gab Regierungsvertreter Günter Schabowski vor den internationalen Medienvertretern dann auch eine neue Reiseregelung bekannt. Privatreisen ins Ausland sollten ohne Vorliegen bestimmter Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden können.

Auf die anschließende Frage des Journalisten Peter Brinkmann, ab wann für die Menschen in der DDR die neue Regelung gelten würde, antwortete Günter Schabowski mit den heute historischen Worten: "Das tritt nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich."

An den innerstädtischen Grenzübergängen in Ostberlin fanden sich in den folgenden Stunden immer mehr Menschen ein. Sie drängten das überraschte grenzpersonal, die neu verkündete Reisefreiheit zu gewähren. Dieser friedliche Ansturm brachte die Mauer zu Fall. Zuerst wurde der Grenzübergang Bornholmer Straße freigegeben - bis Mitternacht alle weiteren Grenzübergänge der Stadt.
Die Mauer war offen: 28 Jahre,


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